Gemeinsam stark: Große Abschnittsübung in Kraubath
100 Personen, fünf anspruchsvolle Einsatzszenarien und drei Stunden intensiver Übungsbetrieb: Am 9. Oktober 2026 stand bei uns in Kraubath die Zusammenarbeit der Feuerwehren des Abschnittes 04 St. Michael im Mittelpunkt.
Neben den Feuerwehrkräften waren auch freiwillige Helferinnen und Helfer sowie zahlreiche Übungsdarsteller im Einsatz. Sie übernahmen die Rollen verletzter oder vermisster Personen – darunter auch Kinder – und machten die Szenarien besonders realitätsnah.
Um 18 Uhr fiel mit der Alarmierung der Startschuss. Auf dem Gelände von Poschacher Kompost warteten unter der Übungsleitung von HBI Robert Gmundner und OBI Franz Poschacher fünf herausfordernde Aufgaben auf die Mannschaften. Gemeinsam trainierten wir für Situationen, in denen im Ernstfall jeder Handgriff sitzen muss.
Ein stark verrauchtes Wohnhaus stellte die Atemschutztrupps der FF Kraubath/Mur, FF Kaisersberg und FF Feistritz vor eine anspruchsvolle Aufgabe: Mehrere vermisste Personen mussten gefunden und gerettet werden. Parallel wurde mit einer Tragkraftspritze die Wasserversorgung für die Brandbekämpfung sichergestellt.
Die FF St. Stefan und die Feuerwache Lobming sicherten ein verunfalltes Fahrzeug und befreiten die eingeschlossenen Personen mit hydraulischem Rettungsgerät. Zwei weitere Personen galten als vermisst. Bei der Suche im schwer zugänglichen Gelände unterstützte das Drohnenteam des Bereiches Leoben.
Zwischen zwei LKW war ein PKW eingeklemmt, auf dessen Dach zusätzlich Stahlrohre lagen. Die FF St. Michael übernahm die Rettung der beiden im PKW eingeschlossenen Personen.
Zwei Personen waren in einen Abfülltrichter gestürzt und verletzt. Die FF St. Marein und die unterstützende FF Kaisersberg sicherten die Gefahrenstelle und retteten beide Personen möglichst schonend aus dem Trichter.
Nach einem simulierten Unfall an einem Heukran musste die MRAS-Mannschaft des Abschnittes 04 eine verletzte, nicht ansprechbare Person aus großer Höhe retten. Dafür schufen die Einsatzkräfte einen sicheren Zugang, versorgten die Person und brachten sie kontrolliert zu Boden.
Mit dabei waren die FF Kraubath/Mur, FF St. Michael, FF Kaisersberg, FF St. Stefan, Feuerwache Lobming, FF Vordernberg, FF St. Marein und FF Feistritz. Die FF Vordernberg unterstützte uns mit dem Einsatzleitfahrzeug des Bereiches Leoben sowie dem Drohnenteam.
Besonders gefreut hat uns die Teilnahme der FF St. Marein und der FF Feistritz aus dem Bereich Knittelfeld. So konnten wir auch die Zusammenarbeit über die Bereichsgrenze hinaus üben und festigen.
Bürgermeister Erich Ofner aus Kraubath/Mur und Bürgermeister Ronald Schlager aus St. Stefan verfolgten die Übung vor Ort und dankten allen Kameradinnen und Kameraden für ihr ehrenamtliches Engagement.
Nach dem Übungsende um 21 Uhr ließen wir den Abend bei einem gemeinsamen Essen im Rüsthaus ausklingen. Unser Versorgungszug sorgte für die Verpflegung und einen gemütlichen Abschluss.
Ein herzliches Dankeschön an alle teilnehmenden Feuerwehren, unsere Übungsleitung, unseren Versorgungszug sowie alle freiwilligen Helfer und Übungsdarsteller – besonders auch an die mitwirkenden Kinder! Ein besonderer Dank gilt unserem Franz Poschacher, der uns das Gelände zur Verfügung stellte und diese vielseitige Übung damit ermöglichte.
Gut Heil! 🚒
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Unser Bürgermeister Erich Ofner:
„Sieben Feuerwehren, fünf anspruchsvolle Einsatzszenarien und über 100 Beteiligte – und das bei uns in Kraubath! Wer HBI Robert Gmundner und OBI Franz Poschacher kennt, weiß: Da wird Großes auf die Beine gestellt. Mein herzlicher Dank gilt allen, die diese Übung ermöglicht haben. Ich durfte mich heute persönlich von der hervorragenden Ausbildung unserer Kameradinnen und Kameraden und der eindrucksvollen Ausstattung überzeugen. Darauf können wir als Gemeinde stolz sein. Das Wichtigste bleibt aber immer: dass unsere Kameradinnen und Kameraden von jeder Übung und jedem Einsatz wieder gesund nach Hause kommen!“
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