Marktgemeinde Kraubath an der Mur

Umwelt

Wir sind Klimabündnisgemeinde

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Seit Juli 2021 ist Kraubath an der Mur eine „Klimabündnis-Gemeinde"

Zum Werdegang des Projekts:
Maßnahmen zum Klimaschutz stehen in Kraubath schon viele Jahre hoch im Kurs. Nehmen wir allein das Thema „Nahversorgung“. Wenn wir uns umschauen und sehen, dass es in vielen kleineren Gemeinden immer weniger oder gar keine Betriebe mehr gibt, die eine Grundversorgung der Bevölkerung im Ort sicherstellen können, so können wir uns glücklich schätzen, in Kraubath keine weiten Wege zurücklegen bzw. fahren zu müssen, um unseren täglichen Bedarf zu decken. Die Spanne erstreckt sich von Lebensmitteln, Ärzten, über diverse Dienstleister im Gesundheitswesen, Bank, Handwerker bis hin zum Vor-Ort-Angebot für eine umfängliche Garten- und Außenanlagengestaltung. Selbst erlebnisreiche Skitage werden durch unseren ehrenamtlich und mit Herzblut betriebenen Skilift ermöglicht, für ein Bade- und Schwimmerlebnis muss man als Kraubather*in auch nicht ins Auto steigen und das Holz aus der unmittelbaren Umgebung sorgt in vielen Wohnungen über die „Kraubather Nahwärme“ für wohlige Temperaturen. Gerade die aktuellen Begleitumstände der Pandemie haben uns eindrucksvoll vor Augen geführt, wie wichtig Nahversorgung ist. Wenn in solch einer Ausnahmesituation dann noch persönliches Engagement hinzukommt, dass man sich gegenseitig hilft, die Betriebe zusätzlichen Lieferservice anbieten und einem vom Team unserer Bücherei sogar die neuesten Romane und Beststeller an die Haustür geliefert werden, dann wird der Slogan unseres Bürgermeisters „Kraubather sama, zamhoitn tama“ mit Leben erfüllt. Im weiteren Sinne gehören auch Betreutes Wohnen und Pflegeheim sowie Volksschule, Kindergarten und unser jüngster Schatz, die Kinderkrippe, zu einer umfänglichen Nahversorgung.

Zu den Voraussetzungen, Klimabündnisgemeinde werden zu können, gehört neben einem solchen Selbstverständnis, dass sich Klimaschutz in den Aktivitäten der Gemeinde widerspiegeln muss, dass die Gemeinde einen Klimaschutzbeauftragten bestellt, der einen mehrwöchigen Klimaschutzlehrgang absolvieren muss und in weiterer Folge als Ansprechpartner zur Verfügung steht.

Ende März 2021 haben wir den Geschäftsführer des Klimabündnis Steiermark, Mag. Fritz Hofer, zu einer Gemeinderatssitzung eingeladen, um uns die Organisation Klimabündnis vorzustellen. In seinem Vortrag ging Mag. Hofer zunächst auf die wichtigsten Fakten zum Klimawandel ein, erläuterte die Aufgaben des Klimabündnis Steiermark und die Serviceleistungen, die sich Gemeinden durch eine Mitgliedschaft erwarten können.

Besonders gefreut hat uns, dass bei der Sitzung auch interessierte Zuschauer teilgenommen haben, nämlich aktive Mitglieder des Vereins Schönes Kraubath, dem Lebensqualität in unserer Gemeinde seit vielen Jahren am Herzen liegt und der mit zahlreichen Aktionen aktiven  Klimaschutz betreibt. Mit der Gründung der Klima-Gruppe und einem mit unterschiedlichen Fachthemen beschäftigten vielköpfigen Team sind bereits einige Initiativen gestartet worden und werden in nächster Zukunft sicher noch viele Ideen geboren und umgesetzt.

In der folgenden Sitzung des Gemeinderats Ende Juni 2021 wurde dann über den Beitritt der Marktgemeinde beraten und schließlich einstimmig der Beschluss gefasst, dem Klimabündnis beizutreten.

In diesem Zusammenhang sei auch das aktuell in der Gemeinde laufende Förderungsprogramm Klimaticket erinnert. Nehmen Sie das finanziell ansprechende Angebot in Anspruch und besorgen Sie sich ein Klimaticket (Details in der Aussendung zum Klimaticket).

Dr. Wolfgang Stegmann
Umweltreferent

Altstoffsammelzentrum

Das Altstoffsammelzentrum wurde 1991 in Betrieb genommen.

Abfallrechtlicher Geschäftsführer: Gemeindefacharbeiter Alfred Nestler 

Öffnungszeiten des Altstoffsammelzentrums:
Mittwochs von 14:00 bis 17:00 Uhr
Zusätzlich nach Vorankündigung einmal jährlich an einem Samstag Vormittag.

Kostenlose Entsorgungsmöglichkeit von:

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Abfallwirtschaft

Abfuhrkalender 2023


Geschichte der Müllabfuhr in Kraubath

1973: Beginn der geregelten Müllabfuhr.

80er Jahre: Zuerst wurde Altpapier und später auch Glas getrennt gesammelt.

1985: Sonderabfälle werden getrennt mittels mobilem Sonderabfallfahrzeug gesammelt.

1990: Beginn mit der getrennten Alu- und Alteisensammlung.

1992: Trennung der biogenen Abfälle.

Kanal

Im Sinne einer bestmöglichen gemeinschaftlichen Lösung des Abwasserproblems wurde von den Gemeinden St. Michael, Traboch, St. Peter Freienstein, Kammern, St. Stefan und Kraubath der Abwasserverband Unteres Liesingtal mit Sitz in St. Michael gegründet, wo sich auch die Verbandskläranlage befindet.

In den Jahren 1986 bis 1993 wurde der gesamte im Flächenwidmungsplan der Gemeinde als Bauland ausgewiesene Bereich mit einem Gesamtaufwand von rund 40 Millionen Schilling kanalisiert.

Damit ist es gelungen, einerseits für die Entsorgung künftiger Wohn- und Geschäftsbauten Vorsorge zu treffen und damit die Grundlage für die derzeitige rege Wohnbautätigkeit zu schaffen und andererseits alle Baulandbereiche zu entsorgen und damit einen großen Schritt in Richtung Umwelt- und Grundwasserschutz zu tun.

Wasserversorgung

Wasserwart: Gemeindefacharbeiter Wilfried Gruber

Bereits seit dem Jahr 1929 gibt es in Kraubath eine öffentliche Wasserleitung. Diese wurde 1953 erneuert und erweitert und 1972/73 nochmals erweitert und teilweise erneuert.

Das leider nicht ausreichende und vor allem hygienisch nicht immer einwandfreie Quellwasser aus dem Kraubathgraben musste damals aus Gründen der Hygiene und der Versorgungssicherheit einem Tiefbrunnen mit Grundwasserspeisung weichen und im Zuge dessen wurde auch ein neuer Hochbehälter mit rund 250m³ Inhalt errichtet.

Der technische Fortschritt natürlich auch vor einer Gemeindewasserversorgungsanlage nicht Halt macht, wurden über die Jahre laufend größere Investitionen zur Erhaltung und Verbesserung getätigt.

1991-1993: mit einem Aufwand von rund 3,5 Mio. Schilling wurde eine neue Aufbereitungsanlage und eine Drucksteigerungsanlage sowie eine wesentliche Strangerweiterung installiert.

2022: Durch den Kauf eines 60kW-Aggregats, einer neuen Pumpanlage, neuen Tanks, einer neuen UV-Anlage zur Bekämpfung von Bakterien sowie durch die Neueindeckung des Daches wurde die Anlage auf den neuesten Stand gebracht.

Somit können wir bei einem Blackout die Wasserversorgung garantieren!

 

Prüfbericht Brunnen

Prüfbericht Hochbehälter

Lebensmittelhygienisches Gutachten